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Ungeduld hat häufig Schuld

Ungeduld hat eine ganze Reihe von Bedeutungen: Aufregung, Erregtheit, Erregung, Anspannung, Erwartung, Getrieben sein, Eile, Hektik, Hochspannung, Nervosität, Neugier, Rastlosigkeit, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Sehnsucht, Spannung, Wissbegier.[1] Hierzu möchte ich noch Respektlosigkeit und mangelndes Einfühlungsvermögen ergänzen.

Ungeduld hat bei Kindern häufig eine andere Bedeutung als bei Jugendlichen oder Erwachsenen. Ich erinnere mich noch genau an die Vorfreude und gespannte Erwartung, die meinen Bruder und mich als kleine Kinder am “Heiligen Abend” befallen hat. Der Nachmittag bis zur Bescherung schien sich endlos lange hinzuziehen. „Wie lange noch?“ fragten wir voller Ungeduld ca. alle 5 Minuten, die gleiche Frage stellten wir bei langen Autofahrten, abwechselnd mit „wann sind wir endlich daaaa?“ 

Was ist eigentlich Coaching?

Die International Coach Federation (ICF) versteht unter Coaching „eine partnerschaftliche Beziehung mit Klienten, die sie zum Nachdenken anregt und ihnen mit kreativen Verfahren hilft, ihre persönlichen und beruflichen Potenziale bestmöglich zu nutzen”.

Vereinfacht kann man auch sagen, dass Coaching Denkanstöße liefert und inspiriert, eigene Antworten zu finden. Aber auch das Selbstvertrauen stärkt und dabei hilft, die Sichtweise zu ändern, und manchmal Erstaunliches zu entdecken, etwas, was immer da war, aber vielleicht tief verborgen. Im Unterschied zur Beratung, bei der die Antworten vom Berater geliefert werden.

Gezielte Fragen zu stellen ist ein Werkzeug im Coaching. Klingt einfach? Ist es auch, wenn man weiß, wie.

Mehr Toleranz wagen

“Toleranz ist die Bereitschaft, auch andere Auffassungen und Verhaltensweisen zu dulden, als sie für den Durchschnitt oder für die eigene Lebensform gelten…. Ein Mangel an Toleranz gehört zu den Eigenschaften der autoritären Persönlichkeit”[1]. Dies möchte ich noch ergänzen um „Aussehen, Figur und Eigenschaften“.

Immer wieder muss ich in erschreckendem Umfang fehlende Toleranz beobachten. Und dieses autoritäre Verhalten ist so erschreckend, weil es die Menschen davon abhält, ein glückliches und selbstbewusstes Leben zu führen. 

Kreativität entwickeln – Selbstvertrauen steigern

Was genau ist Kreativität? „Der Ursprung des Wortes Kreativität findet sich im Lateinischen.”Creare” ist verwandt mit dem lateinischen “crescere” und das bedeutet “wachsen oder zunehmen”……. Kreativität ist ein Vorgang, der mit den vorhandenen Elementen eine Lösung sucht“[1]

Das bedeutet: jede/r hat Kreativität in sich. Ja, auch Du, liebe Leserin und lieber Leser. Selbst dann, wenn Du es nicht glauben magst. Auch ich gehörte zu diesen Ungläubigen: ich kann weder singen noch malen oder zeichnen, also hielt ich mich immer für nicht kreativ. Ich glaubte, Kreativität ist etwas, das nur Künstler haben, oder Designer. Bis ich verstanden habe, dass diese Menschen über künstlerische Kreativität verfügen, ich aber über praktische Kreativität.

Meine Kreativität habe ich in einer regnerischen, kalten Novembernacht entdeckt. Ich war unterwegs nach Hause, spät abends, auf dem Lande. Plötzlich hörte ich ein metallisches, schleifendes Geräusch von vorne unter dem Auto. Zum Glück kam bald eine Tankstelle. Mein vorderes Nummernschild hatte eine Schraube verloren und hing auf der linken Seite auf den Boden. Schrauben verkaufte der  Tankwart nicht. Noch ca. 60 km bis nach Hause. 

Veränderungen sind Leben – Leben ist Veränderung

Fühling - Tulpen - Veränderung - Coach Beate

Leben ist geprägt von Veränderungen, wir durchlaufen verschiedene Stufen in der Entwicklung vom Säugling zum Kleinkind, später Jugendliche und schließlich Erwachsene.

Jeder neue Lebensabschnitt bedeutet neue Veränderungen und damit neue Herausforderungen.  Älterwerden bedeutet Veränderungen, die nicht immer leicht zu akzeptieren sind: die Schwerkraft nimmt zu, bestimmte Körperregionen machen sich auf  den Weg in den Süden, andere breiten sich eher nach Osten und Westen aus, und zwar gleichzeitig.

Jedes Jahr beobachten wir einen Rhythmus von Veränderungen in der Natur: im Winter sind viele Laubbäume kahl, im Frühling treiben sie aus, im Sommer stehen sie in voller Pracht und im Herbst schließlich werden die Blätter bunt und fallen dann ab.

Im Frühling freuen wir uns über die Tulpen, doch bald ist ihre Pracht dahin. Dann kommen die Sommerblüher, und im Herbst leuchten Astern und Dahlien. Aber auch die sind vergänglich.

Veränderungen sind Leben, Leben ist Veränderung.

Meditation macht gelassen

Meditation macht gelassen - Coach Beate

Dass Meditation das Immunstem stärkt, Kreativität fördert und Produktivität steigert ist mittlerweile hinlänglich bekannt.  Menschen, die regelmäßig meditieren, schlafen besser  und sind einfach gelassener. Es funktioniert wirklich, gerade erhielt ich den Beweis.

Seit einiger Zeit meditiere auch ich wieder regelmäßig.  Es gab immer wieder Perioden in meinem Leben, in denen ich sehr intensiv und regelmäßig meditiert habe, dann wieder gar nicht. Es fiel mir schwer, so lange still zu sitzen, die Gedanken wurden mehr statt weniger, die Knie taten weh, es gab immer etwas, das mich abhielt. Menschen, die täglich in die Stille gingen habe ich bewundert, ich glaubte lange Zeit, ich sei halt nicht dafür geschaffen.

Bis ich erkannt habe: es gibt viele Arten der Meditation.

Offenheit eröffnet neue Wege

Wie reagierst Du, wenn Dir jemand mit einer neuen Idee, Gelegenheit oder einer  neuen Perspektive begegnet? Mit Offenheit, begierig, mehr darüber zu erfahren? Oder bist Du eingefahren, gefangen in dem immer gleichen althergebrachten Trott?

„Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht“ heißt es so (un)schön, und mit dieser fehlenden Offenheit lernt der arme Bauer niemals die exotischen Genüsse der verschiedenen ausländischen Küchen kennen. Wie schade!

Neugier ist aktiv, zielgerichtet auf das Neue zugehend. Offenheit ist passiv, die empfangende Seite. Neugier strebt hinaus ins Unbekannte, legt neue Wege an, überwindet Hindernisse. Offenheit öffnet die Tür und lädt Neues ein ins Haus, heißt Gelegenheiten wie Besucher willkommen. 

Zuhören ist eine Kunst

Wann hattest Du zum letzten Mal das Gefühl, dass Dir jemand RICHTIG zuhört? Wann hast Du zum letzten Mal Deinem Mann/Deiner Frau, Deinen Kindern oder Deinen Mitarbeiterinnen RICHTIG zugehört?

 

Zuhören ist eine Kunst, die nur wenige Menschen beherrschen.

“Hörst du mir überhaupt zu?“ „Hast du überhaupt gehört was ich gesagt habe?“ sind zwei häufig vorkommende Fragen in der zwischenmenschlichen  Kommunikation. Hören und Zuhören sind jedoch sehr unterschiedlich. Hören ist ein automatischer physiologischer Vorgang unseres Körpers, es sei denn eine angeborene Behinderung verhindert dies. Zuhören dagegen ist ein aktiver Prozess, um den wir uns bemühen, mal besser, mal schlechter. Wir mögen zwar hören, was der andere sagt, aber hören wir auch hin, empfangen wir seine Botschaft?

Zuhören ist ein wichtiger Teil meiner Coachingpraxis. Ich bin immer wieder verblüfft, wie Menschen aufblühen, wenn ich ihnen die richtigen Fragen stelle und ihnen dann aktiv, aufmerksam und geduldig zuhöre. Wenn sie einen Raum erhalten, in dem sie sich kreativ mit Gefühlen, Worten und Ideen entfalten dürfen.

Wenn Du nicht sicher bist, wie richtiges Zuhören, Hinhören funktioniert, dann halte Dich an das, was ich früher in Verkaufsschulungen gelernt habe: „Frage stellen und Klappe halten!“ Es gibt  einen Grund, warum wir zwei Ohren und einen Mund haben, aber manche Menschen verhalten sich so als sei es umgekehrt. 

Neugier hilft immer

„Neugier? Das ist ja einfach“ sagte mein Mann mit einem frechen Grinsen als ich anfing zu schreiben. Auf meine Frage „weshalb?“ meinte er: „Frauen sind doch immer neugierig, oder?“ Recht hat er! Ich zumindest bin immer wieder begierig, Neues zu erfahren, zu lernen und auszuprobieren. Er hat es sicher anders gemeint, aber das ist ein anderes Thema 😉

Schon in der Sesamstraße hieß es so schön: „Wer, wie was? Wieso, weshalb, warum?… Wer nicht fragt bleibt dumm.“ Kinder sind von Natur aus neugierig, sie wollen verstehen wie die Welt um sie herum funktioniert. Das ist für Eltern häufig anstrengend,  nicht immer haben sie alle Antworten, manchmal wird die Fragerei auch einfach zu viel. Vielleicht hilft es, sich dann vor Augen zu halten, dass Neugier  im gleichen System in Gehirn passiert wie Lernen. „Neugier ist die Antriebsfeder des Lernens“, Neugier  „bewirkt eine bessere Einspeicherung der Antwort und sichert damit ihr besseres langfristiges Behalten“ laut Prof. Manfred Spitzer, dem führenden deutschen Gehirnforscher.

Wie wichtig es ist, möglichst viele Fragen zu beantworten wusste schon Albert Einstein: “Jedes Kind bringt eine göttliche Neugier mit, die so oft frühzeitig verkümmert”. Offensichtlich konnte er sich seine göttliche Neugier erhalten, denn ebenfalls von ihm soll der Ausspruch stammen: “Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig”.

Neugier führte dazu, dass Entdecker unbekannte Gebiete unserer Welt erforscht haben.

Dankbarkeit stärkt Dich

Wann warst Du zum letzten Mal dankbar, so richtig aus tiefstem Herzen? Dankbar für all das Gute in Deinem Leben und um Dich herum?

Wenn Du dankbar bist, dann fokussierst Du Dich auf etwas Positives, auf Überfluss und Üppigkeit, begibst  Dich damit in eine aufwärts gerichtete Spirale, die  Dich leicht immer höher zieht. Dann passieren scheinbar “zufällige” Begebenheiten, die  Dein Leben leichter, schöner und besser machen. Wenn Du Dich dagegen auf das fokussierst, was nicht ausreichend vorhanden ist in  Deinem Leben, dann besteht die Gefahr, dass Du Dich in eine emotionale Abwärtsspirale begibst. Und aus der kommst Du nur schwer wieder heraus. Dann passieren auch ständig “schlechte” Dinge um Dich herum. Als ob das Universum  Dir beweisen wollte, dass Du recht hast.