Category Archives for "Selbstvertrauen"

Kreativität entwickeln – Selbstvertrauen steigern

Was genau ist Kreativität? „Der Ursprung des Wortes Kreativität findet sich im Lateinischen.”Creare” ist verwandt mit dem lateinischen “crescere” und das bedeutet “wachsen oder zunehmen”……. Kreativität ist ein Vorgang, der mit den vorhandenen Elementen eine Lösung sucht“[1]

Das bedeutet: jede/r hat Kreativität in sich. Ja, auch Du, liebe Leserin und lieber Leser. Selbst dann, wenn Du es nicht glauben magst. Auch ich gehörte zu diesen Ungläubigen: ich kann weder singen noch malen oder zeichnen, also hielt ich mich immer für nicht kreativ. Ich glaubte, Kreativität ist etwas, das nur Künstler haben, oder Designer. Bis ich verstanden habe, dass diese Menschen über künstlerische Kreativität verfügen, ich aber über praktische Kreativität.

Meine Kreativität habe ich in einer regnerischen, kalten Novembernacht entdeckt. Ich war unterwegs nach Hause, spät abends, auf dem Lande. Plötzlich hörte ich ein metallisches, schleifendes Geräusch von vorne unter dem Auto. Zum Glück kam bald eine Tankstelle. Mein vorderes Nummernschild hatte eine Schraube verloren und hing auf der linken Seite auf den Boden. Schrauben verkaufte der  Tankwart nicht. Noch ca. 60 km bis nach Hause. 

Veränderungen sind Leben – Leben ist Veränderung

Fühling - Tulpen - Veränderung - Coach Beate

Leben ist geprägt von Veränderungen, wir durchlaufen verschiedene Stufen in der Entwicklung vom Säugling zum Kleinkind, später Jugendliche und schließlich Erwachsene.

Jeder neue Lebensabschnitt bedeutet neue Veränderungen und damit neue Herausforderungen.  Älterwerden bedeutet Veränderungen, die nicht immer leicht zu akzeptieren sind: die Schwerkraft nimmt zu, bestimmte Körperregionen machen sich auf  den Weg in den Süden, andere breiten sich eher nach Osten und Westen aus, und zwar gleichzeitig.

Jedes Jahr beobachten wir einen Rhythmus von Veränderungen in der Natur: im Winter sind viele Laubbäume kahl, im Frühling treiben sie aus, im Sommer stehen sie in voller Pracht und im Herbst schließlich werden die Blätter bunt und fallen dann ab.

Im Frühling freuen wir uns über die Tulpen, doch bald ist ihre Pracht dahin. Dann kommen die Sommerblüher, und im Herbst leuchten Astern und Dahlien. Aber auch die sind vergänglich.

Veränderungen sind Leben, Leben ist Veränderung.

Anerkennung ist eine Abkürzung zum Herzen

So wie Pflanzen Licht brauchen um zu gedeihen brauchen wir Menschen Anerkennung. Wir beziehen Anerkennung aus der Arbeit, die wir leisten, aus dem Bewusstsein, etwas geleistet zu haben. Aber auch aus dem Lob, das wir von anderen bekommen. Manchmal reicht schon ein Lächeln oder einfach ein ehrlich gemeintes „Das hast Du gut gemacht“ oder „Danke für…..“ Wenn wir keine Anerkennung bekommen kann unser Selbstwertgefühl verkümmern, wir können uns ungeliebt, nutzlos, wertlos fühlen. Dies kann zur Resignation führen, bis hin zur Depression. 

Offenheit eröffnet neue Wege

Wie reagierst Du, wenn Dir jemand mit einer neuen Idee, Gelegenheit oder einer  neuen Perspektive begegnet? Mit Offenheit, begierig, mehr darüber zu erfahren? Oder bist Du eingefahren, gefangen in dem immer gleichen althergebrachten Trott?

„Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht“ heißt es so (un)schön, und mit dieser fehlenden Offenheit lernt der arme Bauer niemals die exotischen Genüsse der verschiedenen ausländischen Küchen kennen. Wie schade!

Neugier ist aktiv, zielgerichtet auf das Neue zugehend. Offenheit ist passiv, die empfangende Seite. Neugier strebt hinaus ins Unbekannte, legt neue Wege an, überwindet Hindernisse. Offenheit öffnet die Tür und lädt Neues ein ins Haus, heißt Gelegenheiten wie Besucher willkommen. 

Deine Löffelliste und Taschenliste steigern Dein Selbstvertrauen

Die Löffelliste ist Deine Liste der  101 Dinge, die Du noch erleben möchtest, bevor Du „den Löffel abgibst“. Die Idee stammt aus dem Film „Das Beste kommt zum Schluss“ (im Original: „The Bucket List“) mit Morgan Freeman und Jack Nickolson. Bevor er den Löffel abgibt (engl.: kick the bucket) will Morgan Freeman noch eine Menge verrückter Dinge erleben.  Jack Nickolson hilft ihm dabei.  Im Englischen heißt die Löffelliste bucket list.

Egal, ob Du nun Löffelliste oder bucket list bevorzugst, schreib sie einfach. Nimm Dir Zeit am Wochenende, mindestens 2-3 Stunden, in denen Du ungestört bist.

Was ich beim Gehirntraining gelernt habe

Seit kurzen betreibe ich ein Gehirntraining . Auch Fitnessstudio fürs Gehirn genannt. Am Anfang war ich schockiert, wie viel schlechter meine Werte waren als vor 2 Jahren, als ich damit aufgehört hatte. Dann machte ich gaaaanz langsam Fortschritte, im hinterdemkomma-Bereich. Ich war frustriert, dass ich bei den gleichen Übungen immer wieder viele Fehler machte. Und plötzlich bekomme ich Meldungen wie „persönliche Bestleistung“. Wie? Ich habe doch so viele Fehler gemacht, kann gar nicht sein, dachte ich. Doch, war richtig, meine Schwierigkeitsstufe hatte sich nämlich erhöht. Und plötzlich fiel mir auf, wie sehr ich mich im Training gesteigert hatte, ich hatte immer mehr Erfolgserlebnisse.

Meine spirituelle Lehrerin hat mich vor kurzem daran erinnert, dass wir uns immer wie Anfänger vorkommen, wenn wir uns auf der nächsthöheren Entwicklungs- oder Bewusstseinsstufe befinden. Alles ist schwieriger als das Vertraute, Eingefahrene der letzten Entwicklungsstufe. Plötzlich können wir nicht mehr nur aus der Routine heraus handeln, wir müssen neue Herausforderungen meistern. Das trifft auch auf alles zu, was wir neu lernen oder einüben.

Wie beim Autofahren lernen: am Anfang mussten wir erst mal einüben, Gas und Kupplung langsam kommen zu lassen, gleichzeig in den Rückspiegel schauen und uns vergewissern, dass alles frei ist, wir mussten üben, üben, üben. Als das ganz gut und flüssig ging kam das Einparken rückwärts dran, dann das Anfahren am Berg, vielleicht auch in umgekehrter Reihenfolge. Wieder neue Fehler, weiter einüben, bis es flüssig ging. Immer weiter, bis wir alles so weit gemeistert hatten, dass man uns als fahrtüchtig in den Verkehr entließ. Wieder ein Erfolgserlebnis. Und Erfolgserlebnisse steigern bekanntlich das Selbstvertrauen.

Mein Vater fuhr einen VW Bulli, es war herrlich, ihn einzuparken, weil alles so übersichtlich war, als ich meinen ersten eigenen Wagen, eine „Ente“ hatte, musste ich neu lernen, einzuparken, es war weit schwieriger. Nun magst Du vielleicht einwenden, dass das nicht nach höherer Ebene klingt. Recht hast du, in meinen Augen war es der nächste Schritt, weil mein eigenes Auto. Als ich dann den BWM eines Freundes fahren durfte bekam ich Panik, alles war plötzlich so viel größer und unübersichtlicher. Aber mit ein wenig Übung bekam ich es schnell hin. Die Grundtechniken beherrschte ich ja bereits.

Und so ist es mit allem im Leben: wenn wir den Weg einschlagen zu neuen Ufern, dann wissen wir nicht, was uns erwartet, wir haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen, müssen die eine oder andere Niederlage hinnehmen, fallen vielleicht mal ins Wasser, wenn wir einen Bach überspringen wollen. Vielleicht war der Anlauf zu kurz, vielleicht war der Bach zu breit, vielleicht wäre es einfach sinnvoller gewesen, von Stein zu Stein tastend hinüber zu gehen, auf einen Stock gestützt, damit wir nicht abrutschen und ins Wasser fallen. Beim nächsten Bach sind wir dann schlauer, wir haben unsere Lektion gelernt – und ein weiteres Erfolgserlebnis. Manche Menschen brauchen mehrere Anläufe, um das zu lernen, mit jedem Bach, den sie überqueren, werden sie sicherer, und eines Tages stellen sie fest, dass sie soeben einen Fluss überquert haben. Sie haben entdeckt, wo die Furt war und sind einfach von Stein zu Stein, gestützt auf ihren Stock, der ihnen Halt gibt, hinübergewatet.

Wenn Du Dich fragst, was das alles mit mir und dir zu tun hat: mein Angebot an Dich ist, Dein Stock oder Wanderstab zu sein, auf den Du Dich stützen kannst, auf Deiner eigenen, persönlichen Reise, bei der Du immer mehr in Deine Kraft kommst. Die Schritte musst Du selber gehen, auch den Weg wählen, wenn Du an eine Weggabelung kommst, dann musst Du Dich entscheiden, ob du nach links oder rechts weiter gehen möchtest. Diese Entscheidung werde ich Dir nicht abnehmen. Aber ich stütze Dich, wenn Du müde wirst und bewahre Dich davor, auszurutschen. Ich weise Dich auf die Trittsteine im Fluss hin. Du kannst Dich auf mich stützen, wenn du mal innehalten und ausruhen musst. Und dann gehst du weiter, in Deinem Tempo, in die Richtung, die Du wählst. Sie ist auf jeden Fall die richtige, allein deshalb, weil Du Dich dafür entschieden hast. Du bist auf einer Reise, und alles, was Dir begegnet, dient deiner Lernerfahrung.

Du hast mir Selbstvertrauen gegeben

„Du hast mir Selbstvertrauen gegeben“  sagte mir eine junge Frau aus Malaysia, nachdem ich ihr gratuliert hatte. Sie hatte gerade einen Redewettbewerb im Shanghai Leadership Toastmasters Club gewonnen. Ein paar Monate vorher war sie neu in Shanghai angekommen und war unserem Toastmasters Club beigetreten. Dort hatte ich sie als Mentorin unter meine Fittiche genommen, um sie mit dem Clubleben vertraut zu machen und ihr bei ihren ersten Reden zu helfen.

Toastmasters ist die weltweit führende Organisation für die Weiterentwicklung von Rede- und Führungsfähigkeiten. Ein Toastmasters Club ist ein geschützter Raum, in dem Du Fehler machen und Neues ausprobieren darfst. Durch motivierendes, positives Feedback entwickelst Du schnell mehr Selbstvertrauen.

Wege entstehen dadurch, dass Du sie gehst

Wie kommt es, dass große Elefanten mit einem dünnen Seil um einen Fuß angebunden werden und sich nicht losreißen obwohl dies ein Leichtes wäre? Programmierung hält sie zurück, nicht das Seil.

Elefanten werden ganz jung mit einer schweren Eisenkette an einen dicken Pfosten angekettet. Sie versuchen sich verzweifelt zu befreien, lernen aber mit der Zeit, dass es nichts nützt. Dann geben sie auf, und als ausgewachsene Elefanten können sie mit einem dünnen Seil an einem in die Erde gerammten Stock angebunden werden, von dem sie sich leicht befreien könnten. Aber ihre Programmierung lautet: ich kann das nicht. Sie unternehmen keinen weiteren Versuch, ihren Radius zu erweitern. Ihre Programmierungen hindern sie daran.

„Mut ist, wenn man Angst hat und es trotzdem tut“.

Wo ich diesen Satz zum ersten Mal gehört habe weiß ich nicht mehr, ich finde ihn aber sehr wahr. Mut ist, wenn man es tut weil man es für richtig hält. Hatte Christoph Columbus Angst bevor er sich auf den Weg gemacht hat um Indien zu suchen? Das wissen wir nicht mit Sicherheit, wahrscheinlich schon, aber er hat es trotzdem getan. Weil er es für richtig hielt, weil es ihn hinausgezogen hat. Und das Ergebnis ist bekannt: er hat die Indianer entdeckt 😉