Gute Fragen statt guter Vorsätze

12 Grundsätze für ein gutes Jahr - Gute Fragen statt guter Vorsätze

Wie viele von Deinen guten Vorsätzen im Neuen Jahr hast Du in der Vergangenheit eingehalten? In den Fitnessstudios stehen die Menschen im Januar Schlange vor den Geräten, spätestens im März ist dann wieder viel Platz.

2007 hat Richard Wiseman von der Universität von Bristol eine Studie mit 3000 Menschen durchgeführt  um herauszufinden, wie erfolgreich sie ihre guten Vorsätze einhielten.  Nur 12 % der Teilnehmenden hielten sie ein, 88 % gaben auf. Wenn Du in der Vergangenheit auch an Deinen guten Vorsätzen gescheitert bist, dann bist Du also in bester Gesellschaft. Verzichte auf gute Vorsätze, erspare Dir  den Frust nicht durchzuhalten.

Was hilft aber dann, um endlich fitter, gesünder, schlanker, erfolgreicher, gelassener,….(bitte ergänze selbst) zu werden?

Richard Wisemans allgemeine Tipps waren:

Nur einen guten Vorsatz – kanalisiere die Energie für Deinen Erfolg.

Vorausplanen – nicht erst am letzten Tag des Jahres, sondern in Ruhe in den Tagen zuvor.

Frühere Vorsätze vermeiden – wenn Du schon mal dran gescheitert bist gibt es nur Frust. Besser: einen neuen Vorsatz oder eine andere Herangehensweise, z. B. statt abnehmen zu wollen lieber mehr Sport treiben.

Spezifisch sein: wie genau willst Du was genau wann genau machen?

Für Männer und Frauen führen außerdem unterschiedliche Strategien zum Erfolg: für Männer war ein konkretes Ziel und die Konzentration auf den Nutzen erfolgreich.

Frauen hingegen waren erfolgreicher, wenn sie Freunden und Verwandten davon erzählten und um Unterstützung baten.

 

Gute Fragen statt guter Vorsätze

Vergiss den Frust, vergiss die guten Vorsätze. Du bekommst heute von mir die Erlaubnis, sie jetzt schon aufzugeben statt im Februar oder März. Ist das nicht eine Erleichterung?

Stattdessen stell Dir gute Fragen:

Fragen, die Dich inspirieren und motivieren.

Fragen, die Dein Unterbewusstsein in Gang setzen, um Lösungswege zu finden.

Fragen, die Dir erlauben, jetzt sofort in die Handlung zu kommen.

 

Was willst Du wirklich?

Worum geht es Dir wirklich?

Was ist der wahre Grund, warum Du abnehmen  oder ein Buch schreiben willst oder endlich ganz groß rauskommen möchtest?

Willst Du Dich besser fühlen?

Willst Du Dich besser durchsetzen können?

Willst Du endlich aufhören, den Fußabtreter für andere zu spielen?

Willst Du endlich anerkannt werden?

Willst Du endlich geliebt werden?

Was willst Du wirklich? Wie willst Du Dich fühlen?

Werde ganz, ganz ehrlich mit Dir und beantworte Dir diese Fragen schriftlich, in Ruhe, ungestört. Was ist es, was Du wirklich, wirklich, wirklich, wirklich ganz wirklich willst?

 

Welchen winzig kleinen Schritt kannst Du jetzt sofort unternehmen?

Welchen winzig kleinen Schritt kannst Du jetzt sofort unternehmen, um Deinem Ziel abzunehmen, gelassener zu werden, gesünder zu werden… (bitte fülle Dein Ziel selbst aus) näher zu kommen?

Trau Dich, die Antwort zuzulassen. Und dann führe diesen Schritt aus. „Ich könnte vielleicht mal“ ist ein guter Ansatz. Unternimm einen Mikro-Schritt, das kannst Du, geht ganz leicht. Oh, das fühlt sich gut an, Du kannst es! Mari Lo Verde hat in ihrem Buch Wege aus der Stressfalle diese Mikro-Schritte – sie nennt sie Mikroaktionen – beschrieben.

 

Welchen kleinen Schritt kannst Du als nächstes unternehmen?

Noch einen Mikro-Schritt. Schreib ihn Dir auf, damit Du dran denkst.

 

Wann wirst Du ihn unternehmen?

Trag diesen Mikro-Schritt in Deinen Terminkalender ein! Egal, ob Papier oder elektronisch. Auch wenn Du glaubst, diesen winzigen Schritt kannst Du Dir merken. Freu Dich auf das gute Gefühl, wenn Du ihn abhaken kannst.

Erledigt. Schon wieder etwas geschafft. Gut! Mehr davon, Du möchtest mehr von diesem guten Gefühl, dass Du es kannst.

 

Wer kann Dich unterstützen?

Erzähl Dein Vorhaben guten Freunden, such Dir Gleichgesinnte. Versprecht Euch, Euch gegenseitig bei der Stange zu halten und Rechenschaft abzufordern.

Engagiere einen Coach. „Ich hab das jetzt nur gemacht, weil Du mir im Nacken sitzt“ hat mir mal eine Klientin gesagt. Das geht mir genauso.

Ich bin besser im Erreichen von Zielen, wenn ich einen Coach an meiner Seite habe. Nicht nur fürs Durchhalten, auch fürs Loben und Ermutigen, wenn es mal nicht so läuft. Für die andere Sichtweise, für eine mögliche andere Herangehensweise und fürs Ideen entwickeln.

 

Welchen Nutzen hast Du, wenn Du Dein Ziel erreicht hast?

Visualisiere, stell Dir vor, mal Dir aus, wie Du Dich fühlst, wenn Du Dein Ziel erreicht hast. Wie siehst Du aus? Wie sieht Deine Umgebung aus? Was sagen die Menschen um Dich herum? Welche Farben, Geräusche und Gerüche nimmst Du wahr? Was ist Dein großer Gewinn?

 

Wie willst Du Deinen Erfolg feiern?

Womit willst Du Dich belohnen, wenn Du es geschafft hast? Was willst Du Dir zur Feier Deines Durchhaltens gönnen? Wie willst Du feiern und mit wem?

Überlege Dir Deine Belohnung und teile sie Deinem Unterstützerteam oder Deinem Coach mit. Schreib es unten in den Kommentar oder poste es auf Facebook, wenn Du es nutzt.

Freu Dich auf Deine Belohnung. Freu Dich darauf, Deinen Sieg, Deinen Erfolg, Dein Durchhalten zu feiern.

 

Welche Etappensiege willst Du feiern?

Bei der Tour de France (Radsport) und bei Rallyes im Motorsport werden jeden Abend die Etappensieger gekürt. Eine Würdigung der Leistung des Tages – der Etappe – und gleichzeitig Ansporn.

Mach es genauso. Würdige die Erreichung Deiner Zwischenziele, feiere Deine Etappensiege. Damit verkürzt Du gefühlt die lange Distanz bis zur endgültigen Ziellinie. Kleine Belohnungen zwischendurch vertiefen Deine Motivation und stärken Deinen Durchhalte-Muskel.

Teile sie Deinem Unterstützerteam oder Deinem Coach mit. Notiere sie Dir in Deinem Zeitplansystem.

 

Welche anderen guten Fragen kannst Du Dir stellen, um Dich voran zu bringen?

Voran zu der, die Du sein willst.Voran zu der, die Du bist. Voran zu Dir.

Schreibe sie gerne hier in den Kommentar. Gutes Gelingen.