Heute schon gelobt?

Lob ist mit Worten ausgedrückte Anerkennung. Wie hältst Du es mit dem Lob?  „Nicht geschimpft ist Lob genug“ oder doch eher „Spare mit dem Lob dann hast du Ärger mit der Zeit“? Kannst Du Lob gut annehmen oder fühlst Du Dich  unbehaglich wenn Du gelobt wirst?

In meiner Coachingpraxis und in Toastmasters (Redeangst überwinden, Rede- und Präsentationsfähigkeiten entwickeln) beobachte ich immer wieder, wie sehr gezielt eingesetztes Lob Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl stärken können. Am Anfang kommt häufig noch die Nachfrage: „wirklich?“ oder „meinst du das ernst?“, aber nach und nach gewöhnt sich meine Coachingklientin oder Fellow Toastmaster daran und das Lächeln wird breiter und strahlender. 

Die Schultern werden etwas weiter zurückgenommen, der Gang wird aufrechter. Die Ausstrahlung wird besser und sie wird ausgeglichener, selbstbewusster und fängt an, das Leben positiver zu sehen.  Familie, Freunde und Kollegen bemerken die Veränderung und fragen wie sie das denn gemacht hat.

Des Rätsels Lösung: Sie hat viel Lob erhalten, bemerkt, wie gut es ihr tut und hat bewusst angefangen, auch Lob auszusprechen. Und wenn sie kein Lob von anderen bekommt, dann hat sie auch gelernt, sich selbst zu loben. „Eigenlob stinkt“ hieß es noch in meiner Jugend. Heute wissen wir es besser, „Eigenlob stimmt“ hat Sabine Asgodom in ihrem Bestseller zur Eigen-PR erkannt.

Heute möchte ich Dich ermutigen, mehr zu loben. Fange am besten mit Dir selbst an. Es sei denn, Du findest, dass Du bereits genügend Lob bekommst;-) Und dann dehne es aus auf Dein Umfeld: Familie und Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen.

Dazu nimm Dir einmal etwas Zeit und liste auf, was Du alles in Deinem Leben bisher gut gemacht hast, was Du angefangen und erfolgreich zu Ende gebracht hast und worauf Du wirklich stolz bist. Das können kleine Dinge sein und auch große.

Was hast Du bisher alles gelernt in Deinem Leben? Welche Lernerfahrungen hast Du gemacht durch vermeintlich “negative” Begebenheiten? Was hast Du Neues begonnen? Und wenn Du Deine Liste beendet hast, dann schreibe in dicken Lettern darunter: DAS HABE ICH SEHR GUT GEMACHT! Du darfst Dir dabei auch gern selbst auf die Schulter klopfen.

Probiere es einfach einmal aus und beobachte, wie Du Dich dabei fühlst und ob Du Dich selbst in einem neuen Licht siehst. Du hast so viele Dinge in Deinem Leben gut gemacht, viel mehr als Dir vielleicht bewusst ist. Lobe Dich dafür, Du hast es verdient!!!

Wie kannst Du das Loben ausdehnen auf Dein berufliches Umfeld und die  Familie? Ganz einfach, suche gezielt nach Situationen, in denen Du etwas Lobenswertes bemerkst und sage es dann gleich.

Zeigt eine Mitarbeiterin Eigeninitiative? Decken die Kinder von sich aus den Tisch? Bringen sie eine gute Note nach Hause? “Das haben Sie/Das hast du gut gemacht” ist die allgemeine Form das Lobes, gerne darfst Du auch spezifischer werden, der Situation angemessen.

Berichtet Dein Mann von einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt? Kocht Dein Mann am Wochenende? Lobe sie für alles, was lobenswert ist. Denke daran, wie Du Dich gefühlt hast, in welch anderem Licht Du Dich gesehen hast, nachdem Du Dich sich selbst gelobt hast.

Deinen Mitarbeiterinnen, Deinem Mann oder Deiner Frau und Deinen Kindern geht es genauso, probiere es einfach aus und beobachte, was passiert. Und genieße das Ergebnis!

Wie hat es geklappt mit dem Lob?

Welche Überraschungen hast Du erlebt?

Welche positiven Veränderungen konntest Du beobachten und wahrnehmen?

Schreib es mir gerne in den Kommentar.