Offenheit eröffnet neue Wege

Wie reagierst Du, wenn Dir jemand mit einer neuen Idee, Gelegenheit oder einer  neuen Perspektive begegnet? Mit Offenheit, begierig, mehr darüber zu erfahren? Oder bist Du eingefahren, gefangen in dem immer gleichen althergebrachten Trott?

„Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht“ heißt es so (un)schön, und mit dieser fehlenden Offenheit lernt der arme Bauer niemals die exotischen Genüsse der verschiedenen ausländischen Küchen kennen. Wie schade!

Neugier ist aktiv, zielgerichtet auf das Neue zugehend. Offenheit ist passiv, die empfangende Seite. Neugier strebt hinaus ins Unbekannte, legt neue Wege an, überwindet Hindernisse. Offenheit öffnet die Tür und lädt Neues ein ins Haus, heißt Gelegenheiten wie Besucher willkommen. 

Mein Mann und ich besuchen gerne Bio-Bauernhöfe in unserer Umgebung, meist gibt es im Herbst die “Tage des offenen Hofes“. Gelegenheit, aus der Stadt heraus zu kommen und mehr darüber zu erfahren, wie unser Gemüse, Obst und andere Köstlichkeiten erzeugt wurden. Wir können lernen wie arbeitsintensiv Bio-Landbau ist und bohrende Fragen stellen, dürfen probieren und naschen und uns in den Ställen und auf den Feldern umschauen. Unsere Offenheit gegenüber den Menschen, denen wir dabei begegnen, hat uns eine ganz neue Welt eröffnet. Und sie ermöglicht den Bio-Bauern, ihre Kunden an sich zu binden und Verständnis dafür zu schaffen, warum ihre Produkte ein wenig teurer sind. Gleichzeitig ist in uns Verbrauchern der Respekt für die tägliche Arbeit und die Wichtigkeit des Bio-Landbaus für unsere eigene Gesundheit und die Gesundheit von Mutter Erde gewachsen.

Offenheit erweitert den Radius

Als wir in Shanghai lebten, half uns Offenheit, uns mit der Kultur unseres Gastlandes vertraut zu machen und unseren Gesichtskreis und unsere Erfahrungen ständig zu erweitern. Bist Du eventuell nicht so ganz zufrieden und glücklich in Deinem Leben wie Du es gerne hättest oder wärst? Ist Deine Neugier nicht groß genug oder gar nicht vorhanden? Dann kann Dir vielleicht Offenheit helfen. Du musst gar nicht viel selbst tun. Wie beim Lüften, wenn Du die abgestandene Luft aus der Wohnung erneuern willst: Du öffnest nur die Fenster. Das ist alles. Du kannst daheim bleiben, musst nicht hinaus und die frische Luft mühsam hereinholen. Die kommt von selbst durch die geöffneten Fenster und belebt Deine Sinne. Du fühlst Dich erfrischt und hast mehr Energie.

Lächeln ist die einfachste Möglichkeit, symbolisch Dein Fenster der Offenheit zu öffnen. Versuche es ruhig einmal. Das nächste Mal, wenn Dir etwas oder jemand Neues, Unbekanntes begegnet, lächele einfach und beobachte Dich, warten Dich ab, was passiert. Wenn Du Dich unbehaglich dabei fühlst, dann frage Dich einfach: „Was kann im schlimmsten Fall passieren?“ Beobachte Dich, welche Gefühle auftauchen und welche Gedanken. Und dann frage Dich: „und dann?“ Nimm das nächste Gefühl oder den nächsten Gedanken bewusst wahr und frage Dich wieder: „und dann?“ Wenn keine neuen Gedanken oder Gefühle mehr auftauchen oder Du das Gefühl hast, nicht mehr weiter zu kommen, dann frage Dich: „Was kann im besten Fall passieren?“. Nimm die Antwort bewusst wahr und frage Dich weiter: „Was noch?“ Und dann wieder: „Was noch?“ oder „Und außerdem?“ Solange, bis keine neuen Antworten mehr kommen. Und freue Dich sich über all das Neue, Schöne, Spannende, das Du damit in Dein Leben einlädst.

Fehlende Offenheit behindert Wachstum, Abenteuer, Spannendes. Trau Dich, mehr Offenheit zu wagen, fange an mit einem Lächeln, beobachte Dich, was passiert. Und genieße es.

Schreib mir gern in den Kommentar, was Du mit Deiner Offenheit alles in Dein Leben eingeladen hast.