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Kreativität entwickeln – Selbstvertrauen steigern

Was genau ist Kreativität? „Der Ursprung des Wortes Kreativität findet sich im Lateinischen.“Creare“ ist verwandt mit dem lateinischen „crescere“ und das bedeutet „wachsen oder zunehmen“……. Kreativität ist ein Vorgang, der mit den vorhandenen Elementen eine Lösung sucht“[1]

Das bedeutet: jede/r hat Kreativität in sich. Ja, auch Du, liebe Leserin und lieber Leser. Selbst dann, wenn Du es nicht glauben magst. Auch ich gehörte zu diesen Ungläubigen: ich kann weder singen noch malen oder zeichnen, also hielt ich mich immer für nicht kreativ. Ich glaubte, Kreativität ist etwas, das nur Künstler haben, oder Designer. Bis ich verstanden habe, dass diese Menschen über künstlerische Kreativität verfügen, ich aber über praktische Kreativität.

Meine Kreativität habe ich in einer regnerischen, kalten Novembernacht entdeckt. Ich war unterwegs nach Hause, spät abends, auf dem Lande. Plötzlich hörte ich ein metallisches, schleifendes Geräusch von vorne unter dem Auto. Zum Glück kam bald eine Tankstelle. Mein vorderes Nummernschild hatte eine Schraube verloren und hing auf der linken Seite auf den Boden. Schrauben verkaufte der  Tankwart nicht. Noch ca. 60 km bis nach Hause. Weiterlesen

Wie Hape Kerkeling mich zum Weinen brachte

„Ich bin dann mal weg“ ist der Buchtitel von Hape Kerkelings „Reise auf dem Jakobsweg“. Dieses Buch habe ich kürzlich in der Büchertausch-Telefonzelle bei uns im Rathaus entdeckt. Offensichtlich neu und ungelesen. Heute Morgen habe ich zuerst das Nachwort gelesen. Darin beschreibt er, wie er  gebeten wurde, sein Pilgerglöckchen zum ersten Mal nach seiner Reise in einer Talkshow wieder zu läuten.

Er tat es und dachte dabei an die beiden Frauen, die ihn  auf dieser Reise begleitet hatten und denen er ganz zu Anfang für die gemeinsamen Erfahrungen dankt.  Nach der Sendung hatte er jeweils eine Nachricht von beiden Frauen auf seinem Anrufbeantworter mit der Nachricht: „I heard the bell!“ (Ich habe die Glocke gehört). Eine lebt in Neuseeland, die andere in England. Die Tochter der Neuseeländerin war gerade in Hamburg bei ihrem Freund und erkannte im Fernsehen die Glocke ihrer Mutter. Also rief sie in Neuseeland an, diese rief dann wieder die andere Freundin in England an, und beide meldeten sich telefonisch bei Hape.

Als ich das las schossen mir die Tränen in die Augen. Ich setzte mich einen Augenblick in meinen Meditationssessel und lies das Ganze auf wirken. Ich persönlich glaube nicht an Zufälle, ich sage immer: es fällt Dir zu, weil es fällig istWeiterlesen

Hinfallen, aufstehen, achtsam weiter laufen

Letzten Sonntag  lag ich plötzlich auf der Nase. Autsch, das tat weh. Bei meinem sonntäglichen Waldlauf war ich über eine Wurzel gestolpert. Wie kam das? Ich hatte die Füße offensichtlich nicht hoch genug genommen – und ich war nicht konzentriert auf mein Laufen, ich war mit den Gedanken wo anders. Dabei kann ich mich nicht mal mehr daran erinnern, woran ich gedacht habe.

Die Wurzeln machen den Waldweg uneben, ich freue mich, dass die Wurzeln zu sehen sind, sie erinnern mich daran, wie stark sie sind und dass sie sich ihren Weg suchen. Ich wurde mal wieder daran erinnert, dass ich die universelle Apotheke in meinen Händen habe. Die Schwellungen an meiner Hand und an meinem Ellenbogen sind sehr schnell zurückgegangen, da ich mir selbst sofort Reiki gegeben habe.

Dann bin ich gleich wieder aufgestanden, bin weiter gegangen und konnte nach einer Weile auch wieder laufen.

Natürlich habe ich versucht zu ergründen, was die Lernerfahrung für mich sein sollte, welche Botschaft das Universum hier für mich hat. Das ist nicht so einfach, aber einige Menge Dinge gingen mir durch den Kopf:

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Was ich beim Gehirntraining gelernt habe

Seit kurzen betreibe ich ein Gehirntraining . Auch Fitnessstudio fürs Gehirn genannt. Am Anfang war ich schockiert, wie viel schlechter meine Werte waren als vor 2 Jahren, als ich damit aufgehört hatte. Dann machte ich gaaaanz langsam Fortschritte, im hinterdemkomma-Bereich. Ich war frustriert, dass ich bei den gleichen Übungen immer wieder viele Fehler machte. Und plötzlich bekomme ich Meldungen wie „persönliche Bestleistung“. Wie? Ich habe doch so viele Fehler gemacht, kann gar nicht sein, dachte ich. Doch, war richtig, meine Schwierigkeitsstufe hatte sich nämlich erhöht. Und plötzlich fiel mir auf, wie sehr ich mich im Training gesteigert hatte, ich hatte immer mehr Erfolgserlebnisse.

Meine spirituelle Lehrerin hat mich vor kurzem daran erinnert, dass wir uns immer wie Anfänger vorkommen, wenn wir uns auf der nächsthöheren Entwicklungs- oder Bewusstseinsstufe befinden. Alles ist schwieriger als das Vertraute, Eingefahrene der letzten Entwicklungsstufe. Plötzlich können wir nicht mehr nur aus der Routine heraus handeln, wir müssen neue Herausforderungen meistern. Das trifft auch auf alles zu, was wir neu lernen oder einüben.

Wie beim Autofahren lernen: am Anfang mussten wir erst mal einüben, Gas und Kupplung langsam kommen zu lassen, gleichzeig in den Rückspiegel schauen und uns vergewissern, dass alles frei ist, wir mussten üben, üben, üben. Als das ganz gut und flüssig ging kam das Einparken rückwärts dran, dann das Anfahren am Berg, vielleicht auch in umgekehrter Reihenfolge. Wieder neue Fehler, weiter einüben, bis es flüssig ging. Immer weiter, bis wir alles so weit gemeistert hatten, dass man uns als fahrtüchtig in den Verkehr entließ. Wieder ein Erfolgserlebnis. Und Erfolgserlebnisse steigern bekanntlich das Selbstvertrauen.

Mein Vater fuhr einen VW Bulli, es war herrlich, ihn einzuparken, weil alles so übersichtlich war, als ich meinen ersten eigenen Wagen, eine „Ente“ hatte, musste ich neu lernen, einzuparken, es war weit schwieriger. Nun magst Du vielleicht einwenden, dass das nicht nach höherer Ebene klingt. Recht hast du, in meinen Augen war es der nächste Schritt, weil mein eigenes Auto. Als ich dann den BWM eines Freundes fahren durfte bekam ich Panik, alles war plötzlich so viel größer und unübersichtlicher. Aber mit ein wenig Übung bekam ich es schnell hin. Die Grundtechniken beherrschte ich ja bereits.

Und so ist es mit allem im Leben: wenn wir den Weg einschlagen zu neuen Ufern, dann wissen wir nicht, was uns erwartet, wir haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen, müssen die eine oder andere Niederlage hinnehmen, fallen vielleicht mal ins Wasser, wenn wir einen Bach überspringen wollen. Vielleicht war der Anlauf zu kurz, vielleicht war der Bach zu breit, vielleicht wäre es einfach sinnvoller gewesen, von Stein zu Stein tastend hinüber zu gehen, auf einen Stock gestützt, damit wir nicht abrutschen und ins Wasser fallen. Beim nächsten Bach sind wir dann schlauer, wir haben unsere Lektion gelernt – und ein weiteres Erfolgserlebnis. Manche Menschen brauchen mehrere Anläufe, um das zu lernen, mit jedem Bach, den sie überqueren, werden sie sicherer, und eines Tages stellen sie fest, dass sie soeben einen Fluss überquert haben. Sie haben entdeckt, wo die Furt war und sind einfach von Stein zu Stein, gestützt auf ihren Stock, der ihnen Halt gibt, hinübergewatet.

Wenn Du Dich fragst, was das alles mit mir und dir zu tun hat: mein Angebot an Dich ist, Dein Stock oder Wanderstab zu sein, auf den Du Dich stützen kannst, auf Deiner eigenen, persönlichen Reise, bei der Du immer mehr in Deine Kraft kommst. Die Schritte musst Du selber gehen, auch den Weg wählen, wenn Du an eine Weggabelung kommst, dann musst Du Dich entscheiden, ob du nach links oder rechts weiter gehen möchtest. Diese Entscheidung werde ich Dir nicht abnehmen. Aber ich stütze Dich, wenn Du müde wirst und bewahre Dich davor, auszurutschen. Ich weise Dich auf die Trittsteine im Fluss hin. Du kannst Dich auf mich stützen, wenn du mal innehalten und ausruhen musst. Und dann gehst du weiter, in Deinem Tempo, in die Richtung, die Du wählst. Sie ist auf jeden Fall die richtige, allein deshalb, weil Du Dich dafür entschieden hast. Du bist auf einer Reise, und alles, was Dir begegnet, dient deiner Lernerfahrung.

Wenn ein Hindernis im Weg liegt

…dann geh drum herum, oder kletter drüber oder räum es aus dem Weg.

Der Sturm Niklas hat am 31. März und 01. April 2015 viele Bäume entwurzelt. Auf meinem täglichen Spaziergang lag plötzlich ein Baum quer über den Weg. Das fand ich spannend, weil es so eine schöne Metapher für meine Arbeit ist. Ich hab ihn erst mal fotografiert, da ich sofort eine Idee für einen Artikel bekam.

Dann bin ich einfach drum herum gegangen. Das ging sehr einfach, zwar gab es keinen Weg, es war etwas unebener, aber es gab auch keine großen Hindernisse. Ich musste einfach ein paar Schritte mehr machen, das hat sich natürlich positiv auf meinen Schrittzähler ausgewirkt. Ja, ich gebe es zu, ich habe diese wunderbare App auf meinem Smartphone, die mir abends gratuliert, wenn ich mein Ziel erreicht habe. Das macht Spaß und gibt meinem Mann einen Grund zum Lächeln, denn er hat er es für mich programmiert.

Während ich um den Baum herum ging dachte ich nach, welche anderen Hindernisse es gerade im Leben noch gibt. Wir Menschen neigen ja gerne dazu, über Hindernisse zu lamentieren statt uns gleich zu überlegen, wie ich es entweder aus dem Weg räumen oder umgehen kann. Weiterlesen

Wege entstehen dadurch, dass Du sie gehst

Wie kommt es, dass große Elefanten mit einem dünnen Seil um einen Fuß angebunden werden und sich nicht losreißen obwohl dies ein Leichtes wäre? Programmierung hält sie zurück, nicht das Seil.

Elefanten werden ganz jung mit einer schweren Eisenkette an einen dicken Pfosten angekettet. Sie versuchen sich verzweifelt zu befreien, lernen aber mit der Zeit, dass es nichts nützt. Dann geben sie auf, und als ausgewachsene Elefanten können sie mit einem dünnen Seil an einem in die Erde gerammten Stock angebunden werden, von dem sie sich leicht befreien könnten. Aber ihre Programmierung lautet: ich kann das nicht. Sie unternehmen keinen weiteren Versuch, ihren Radius zu erweitern. Ihre Programmierungen hindern sie daran.

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