Warte nicht, bis du aus einem Baum fällst

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen

Kennst du das auch: das Leben zwingt dich, zu sehen, was da ist? Lyena Strelkoff   musste erst aus einem Baum fallen und sich die Wirbelsäule brechen ehe sie erkannte, dass der Mann an ihrer Seite ihr Seelengefährte war.

Sie erzählte, dass sie den besten Sex ihres Lebens hatte mit diesem Mann. Das hat sie so verwirrt, dass sie am nächsten Tag wie wild auf einer Wandertour auf einen hohen Baum geklettert ist. So, als wolle sie den Überblick bekommen, aus einer höheren Perspektive  auf ihr Leben schauen.

Und dann passierte es: sie fiel aus großer Höhe herunter und brach sich die Wirbelsäule. Das war vor am 4. Oktober 2002. Seitdem sitzt sie im Rollstuhl.

In der Zwischenzeit hat sie diesen wunderbaren Mann geheiratet, ein Kind bekommen und eine große Dankbarkeit entwickelt. Erst durch den Sturz konnte sie sehen, was schon da war. Erst der Sturz öffnete ihre Augen und ihr Herz.

  • Wie hättest du in ihrer Situation reagiert?
  • Wie gehst du um mit Herausforderungen des Lebens?
  • Nennst du sie Probleme oder Gelegenheiten zu wachsen?

Bist du schon in der Lage zu fragen:   „Wie könnte dies wohl gut für mich sein?“ oder  „Welchen Nutzen könnte ich daraus ziehen?

Bevor du jetzt aufschreist, so wie ich das erste Mal reagiert habe, als mir von meinem Coach diese Frage gestellt wurde, lass die Frage mal auf dich wirken.

Fang an, hinzuschauen

Lyena Strelkoff war natürlich auch verzweifelt, als sie im Krankenhaus lag und feststellte, dass ihr Leben, so wie sie es bisher kannte, vorbei war.

Und dann fing sie an, hinzuschauen, genau hinzuschauen und zu sehen, was vorher schon da war, was sie aber nicht imstande war zu sehen: dass sie ihren Seelenpartner schon gefunden hatte. Sie hatte ihn nur nicht vorher erkannt.

Erst in seiner Fürsorge um sie nach ihrem Sturz konnte sie die Tiefe seiner Seele erkennen.

Manchmal sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Mir ist es so mit meiner Mutter gegangen: erst als sie im Sterben lag, gezeichnet von Krebs, konnte ich die Essenz ihrer Seele erkennen.

Vorher hatte ich nur gesehen, was gefehlt hatte, nun konnte ich sehen, was da war.

  • Wovor verschließt du deine Augen?
  • Was ist großartig in deinem Leben, was ist großartig an dir, das du noch nicht bereit bist zu sehen?
  • Was hörst du von lieben Menschen über dich, das du nicht annehmen kannst?

Gerade heute Morgen hat mir eine Klientin gesagt, wie sehr sie meine Weisheit und meine Tiefe schätzt. Sie hält mich für eine weise Frau, das höre ich öfter in letzter Zeit. Ich wollte immer eine weise Alte werden. Und nun bekomme ich plötzlich immer häufiger dieses Feedback.

Ich fange an, mich damit anzufreunden 😉

Was hörst du von anderen über dich?

– und hier meine ich nur die guten Dinge.

  • Wie reagierst du darauf?
  • Fühlst du dich wohl damit und kannst es voller Freude und Dankbarkeit annehmen?
  • Oder ist es dir unangenehm und du denkst, dass sie jetzt aber übertreiben?

Dann ermutige ich dich, dies zu hinterfragen.

  • Was, wenn sie recht haben?
  • Was, wenn du wirklich so großartig, weise, humorvoll, feinsinnig, verständnisvoll,……(bitte ergänzen) bist, wie sie sagen?
  • Was, wenn du dich der Möglichkeit öffnen könntest, dass sie wirklich recht haben?

Hand aufs Herz, genau, leg deine linke Hand auf dein Herz, dein Herzchakra (in der Mitte der Brust, im Tal zwischen den Hügeln)  und lass diese Frage mal auf dich wirken: Was, wenn du dich der Möglichkeit öffnen könntest, dass du großartig (nimm das für dich passende Wort) bist?

Und wenn dann kommt: nee, das kann ja gar nicht sein, dann frage weiter, was, wenn doch? So, als wenn eine alte Schallplatte einen Kratzer hätte und immer an derselben Stelle hängen blieb.

Warte nicht, bis du vom Baum fällst, einen Autounfall hast oder Neurodermitis bekommst. Schau gleich mal hin:

  • Was ist da?
  • Was hast du alles?
  • Wie großartig bist du?

Teile es gerne hier im Kommentar.