Was mich mein Garten gelehrt hat

Garten - Coach Beate

Alles im Leben ist ein Lehrer für uns.  Bist du offen für die Lektionen?  In den letzten 4 Jahren habe ich viel durch meinen Biogarten gelernt.  Auch und gerade für das Leben, das  Auf und Ab, die Erkenntnisse, die wir daraus ziehen können. Jetzt bin ich bereit loszulassen. Meine Prioritäten haben sich verschoben.

Mein Garten hat mir (meistens) viel Freude bereitet, hat mich geerdet und mir geholfen, den Kopf frei zu bekommen. Er hat mich viel gelehrt, das mir in meiner Arbeit mit meinen Coaching Klientinnen  hilfreich war. So viele schöne Metaphern, die mir geholfen haben, die Perspektiven zu ändern.

Gedanken-Quecken

Als ich den Garten übernommen habe, war er voller Quecken. Eine fieses Gras, das sich über die Wurzeln und über Samen verbreitet. Wenn nur ein Fitzelchen im Boden bleibt, dann – Schwupps –  wächst es einfach wieder nach.

Wie bei Glaubenssätzen, Überzeugungen oder Emotionen, die nicht vollends aufgelöst wurden.

Gute Vorbereitung ist wichtig

Wenn du ernten willst, dann musst du säen. Vorher musst du den Boden gut vorbereiten. Je sorgfältiger die Vorarbeiten sind, umso weniger Arbeit hast du hinterher: weniger Unkraut und reichere Erträge.

Das gilt nicht nur für den Garten, sondern für alles im Leben, das du verändern möchtest.

Alles hat seine Zeit

Die Radieschen brauchen so lange, wie sie brauchen. Den Reife-Prozess kannst du nicht abkürzen. Und wenn du immer wieder daran ziehst, dann beschleunigst du nicht, sondern bringst sie um. Das habe ich schon als Kind gelernt.

Auch wenn du ungeduldig bist: denk an die Radieschen und lass der Veränderung die Zeit, die sie braucht.

Dranbleiben und kümmern

Du musst immer wieder das Unkraut weghacken, vielleicht auch mal gießen, wenn es zu trocken ist. Oder vor zu viel Regen schützen, wie z. B. die Tomate, damit sie nicht faulen. Und wenn der Kartoffelkäfer einfällt, dann musst du ihn ablesen und zerquetschen, wenn du deine Kartoffeln wirklich ernten willst. Ja, das habe ich gelernt, obwohl ich keine Tiere töten kann.

Genauso ist es im Leben und im Business. Du wirst immer wieder mit Situationen konfrontiert, die dich triggern, die dich an deine Grenzen bringen. Wie unliebsames Unkraut kommen sie in dein Leben. Isso. Wenn du dich regelmäßig drum kümmerst, dann hältst du sie um Zaum.

Deshalb ist Meditation so wichtig, Psychohygiene, Gedankenpflege, tägliche Reflektion:

  • Wer oder was ärgert dich?
  • Wer oder was raubt dir Energie?
  • Wer oder was bringt dich aus dem „flow“?

Und wie kannst du damit umgehen? „Change it, leave it or love it“ wie es im Englischen so schön heißt.

  • Verändere es
  • Verlasse die Situation
  • oder fang an, sie zu lieben.

Ich habe mich entschieden, meinen Garten zu verlassen.

Triff eine Entscheidung

Entscheide dich dafür, dich von belastenden Situationen, Dingen und Ereignissen zu befreien. Sobald du deine Entscheidung getroffen hast setzen sich die Dinge in Bewegung. Und dann bekommst du Hilfe vom Universum.

Ich muss eine Nachfolgerin für meinen Garten bringen, sonst muss ich ihn in diesem Jahr noch pflegen.  Und siehe da: nachdem ich einer lokalen Facebook-Gruppe darüber berichtet hatte wollte plötzlich eine neue Gartennachbarin meine Parzelle auch noch mit übernehmen. Und ich werde am Monatsende die Übergabe machen können.

  • Welche Prioritäten hast du?
  • Was ist dir wirklich, wirklich, wirklich wichtig?
  • Was möchtest du loslassen?

Lass los was dich belastet

Es geht, ich bin gerade dabei. Und obwohl  einige Gartennachbarn häufig versucht haben mich zu überreden, doch noch zu bleiben werde ich gehen. Die Entscheidung ist gefallen. Die Tür steht mir offen, ich kann immer auf einen Schnack in den Garten gehen. Aber ich werde nicht mehr müssen. Was für ein befreiendes Gefühl.

  • Stell dir vor, wie befreit du dich fühlen kannst, wenn du loslässt
  • Male dir aus, wie du deine Zeit verbringst, welche Menschen dich umgeben
  • Und dann LASS LOS, was immer es ist

So wie ich meinen Garten.